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Last Update: 15-Mar-2000

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Fun – a definition??  /  „Spaß“ – eine Frage der Definition?

Clark Baker <cmbaker@tiac.net>
Jim Penrod <penrod@cwws.net>:

A lot has been written about quality and quality of square dancing on this list. But one word seems to determine if this activity will last. That word is FUN.

Clark Baker’s reply:

Almost every dance, workshop, week­end, and convention I attend I expect to have fun. 95% of the time I am not dis­appointed. If it were any other way, I would not go!

J.P: Can you give a definition or description of FUN? If you can, then will someone make a list? Maybe then we can focus on how to increase the quality of dancers as well as improve the quality of dancers.

People are having fun when they are quick to smile, there is chatter in the room at the breaks, and they square up quickly for the next tip.

J.P: I'll bet it can't be done. Because FUN means something different to nearly everyone. Yes, there will be overlap­ping, but will there be enough agreement so everyone will be happy?

That is the dilemma of the caller -- trying to keep oth­ers happy and interested.

That is the dilemma of dancers too.

Yup, calling is tough.  How to entertain (i.e. cause each dancer to have FUN) the entire floor in the face of very different skill and experience levels is hard.

So, I have some observations, sug­gestions, and comments:

In the business world, there are things which are easy to measure (e.g. inven­tory, sales, pieces manufactured per hour, minutes late leaving the gate) and things which are hard to measure (or define) (e.g. customer satisfaction, ease of doing business with the company, how "cool" the products are, how "hot" the products are, how friendly is the waitstaff, customer goodwill).  Some companies measure, optimize, and reward based on the concrete, easy to measure parameters.  This has been a mistake.  Just because it is hard to measure and define doesn't mean that it isn't important.

The analogy to S.D. is that we (often) focus on the concrete -- definitions, lists, number of dancers in the door, cost of the hall, length of lessons.  We throw up our hands at defining, for example, FUN and since it means something different to each person, what are we to do?

The business world has figured out ways to incorporate the intangibles into their decisions, and we can too.  We may not need a precise definition of FUN, just a long list of small things which haven been know to engender it.

People need to feel competent at what they do.  This argues for good teaching and enough practice at what they have learned for them to develop competence. Of course in Square dancing, practice is fun because it is not work, it is dancing.  Also, it isn't boring because it is new and different to the learners.  It has no downside, yet we allow to little of it to happen.

The caller has to pretend that he wants to be there, is having fun, and that teaching this class or calling this dance is the thing he most wants to be doing at this time.  It is 10 times better if the caller doesn't have to pretend.

The dancers have to arrive with the ex­pection of having fun. Usually this is facilitated by the previous week being fun, and the fun building week by week.  The first week they have fun because they arrived scared and uncertain and not only were their worst fears not realized, they did much better than they expected (that competence thing) and they had fun.  As a caller, there is noth­ing worse than arriving at a dance or weekend with a floor of dancers looking at me with an "entertain me" atti­tude.  The better view should be of the caller facilitating entertainment among the dancers.

Perhaps others have some comments on what generally causes FUN to happen, or what prevents it (as opposed to what is specifically fun for you).

 
Jim Penrod <penrod@cwws.net>:

In diesem Forum ist eine ganze Menge über Qualität, besonders Qualität beim Square Dance geschrieben worden. Ein Wort scheint mir besonders den Fortbestand dieser Aktivität zu bestimmen: SPASS.

Clark Baker antwortet:

Bei fast jedem Tanzabend, Workshop, Wochenende und Jamboree, an dem ich teilnehme, erwarte ich Spaß. In 95% aller Fälle werde ich nicht enttäuscht. Wenn es anders wäre, würde ich nicht tanzen gehen!

J.P: Kannst Du mir eine Beschreibung oder Definition von „Spaß” geben? Wenn ja - macht jemand eine Aufstellung? Vielleicht können wir uns dann darauf konzentrieren, wie die Qualität der Tänzer zu steigern und zu verbessern ist.

Menschen haben Spaß, wenn sie schnell zu Lächeln beginnen, wenn während der Pausen geschwatzt wird und sich schnell die Squares zum nächsten Tip formieren. 

J.P: Ich wette, dass das nicht funktionieren wird, weil „SPASS” für fast jeden etwas anderes bedeutet. Natürlich gibt es Überschneidungen, aber gibt es soviel Übereinstimmung, dass alle zufrieden sind? 

Das ist die Klemme, in der die Caller stecken – der Versuch, andere glücklich zu machen und interessiert zu halten.

Das ist auch die Klemme, in der die Tänzer stecken.

Ja ja, Callen ist schwierig. Den ganzen Saal zu unterhalten (das heisst, jedem Tänzer Spaß zu bringen) ist sehr schwer angesichts der sehr unterschiedlichen Fähigkeiten und Erfahrungen.

Ich habe da einige Beobachtungen, Vorschläge und Anmerkungen:

Im Geschäftsleben gibt es Dinge, die man leicht messen kann (z.B. Lagerbestand, Verkäufe, hergestellte Stücke pro Stunde, Minuten Verspätung) und Dinge, die nur schwer zu messen (oder zu bestimmen) sind (z.B. die Zufriedenheit der Kundschaft, wie leicht Geschäfte mit einer Firma zu machen sind, wie überlegen oder wie „heiß“ ein Produkt ist, wie freundlich die Bedienung ist, das Ansehen bei der Kundschaft). Einige Firmen messen, optimieren und bezahlen nach den harten, leicht messbaren Parametern. Das ist ein Fehler. Nur weil etwas nicht oder nur schwer mess-  und definierbar ist, heißt das nicht, dass es nicht wichtig ist.

Die Entsprechung beim Square Dance heißt, dass wir uns (oft) auf das Konkrete konzentrieren: Definitionen, Listen, Anzahl Tänzer an einem Abend, Hallenkosten, Dauer der Class. Wir lassen unsere Finger von der Definition von z.B. „Spaß“  - wenn es für jeden etwas anderes bedeutet, was sollen wir da machen?

Im Geschäftsleben hat man Wege gefunden, das Ungreifbare in die Entscheidungen einzubeziehen, das können wir auch. Wir brauchen vielleicht gar keine präzise Definition von „Spaß“, sondern nur eine lange Liste mit lauter kleinen Punkten, die ihn bekanntermaßen erzeugen.

Menschen wollen das Gefühl haben, dass sie das, was sie tun, beherrschen. Das ist das Argument für eine gute Ausbildung und ausreichend Übung des gelernten Stoffs, um dieses Beherrschen zu entwickeln. Beim Square Dance macht das Üben Spaß, weil es keine Arbeit, sondern Tanzen ist. Außerdem ist es nicht langweilig, weil es für die Lernenden neu und immer wieder anders ist. Es hat keine Kehrseite, trotzdem lassen wir zuwenig in dieser Richtung geschehen.

Der Caller muss vortäuschen, dass er gern hier ist, dass er Spaß hat und dass der Unterricht dieser Class oder das Callen dieses Tanzes genau das ist, was er jetzt grade am allerliebsten täte. Es ist doch zehnmal besser, wenn der Caller das nicht vortäuschen muss.

Die Tänzer sollten mit der Erwartung kommen, Spaß zu haben. Normalerweise entsteht diese Haltung dadurch, dass es in der vorigen Woche Spaß gemacht hat und sich der Spaß Woche für Woche weiter aufbaute. In der ersten Woche entstand Spaß deshalb, weil sie ängstlich und unsicher ankamen, ihre schlimmsten Befürchtungen aber nicht nur nicht eintrafen, sondern sie auch mehr zustande brachten als erwartet (da ist die „Beherrschungs“­-Sache). Für mich als Caller gibt es nichts schlimmeres, als zu einem Tanz oder Wochenende zu kommen mit einer Halle voller Tänzer mit dieser „Nun-unterhalt‘-mich-mal“-Einstellung. Der schönere Anblick ist, das Vergnügen zu sehen, das der Caller zwischen den Tänzern entstehen lässt.

Vielleicht hat jemand noch mehr Anmerkungen zu dem, was im allgemeinen Spaß entstehen lässt, oder ihn verhindert.

Übers.: Editor 


 

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